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NEU:DIN VDE V 0826-2, Brandwarnanlagen (BWA) für Kindertagesstätten, Heime, Beherbergungsstätten und ähnliche Nutzungen – Projektierung, Aufbau und Betrieb

 

Quelle Telenot

Seit Juli 2018 definiert die DIN VDE V 0826-2 die Anforderungen an eine Brandwarnanlage (BWA) für kleinere Sonderbauten wie Kindertagesstätten, Schulen, Wohneinrichtungen und Beherbergungsstätten bis 60 Betten. Objekte, in denen in der Vergangenheit die Verantwortlichen selbst über den Umfang der Brandschutzmaßnahmen entscheiden mussten. Objekte, in denen in der Vergangenheit meist nur funkvernetzte Rauchwarnmelder eingesetzt wurden. 
 
Der Zweck einer Brandwarnanlage lässt sich bereits an ihrem Namen ablesen. Sie warnt die Gebäude-nutzer frühzeitig vor Brandrauch und Bränden, meldet im Unterschied zu einer Brandmeldeanlage einen Alarm aber nicht automatisch an die Feuerwehr.
 
  • Die örtliche Warnung erfolgt durch Signalisierungseinrichtungen, wie z.B. die Melderhupen in den Rauchmeldern oder Sirenen.
  • Die Warnsignale werden durch automatische Melder oder Handfeuermelder ausgelöst.
  • Art und Ort der Meldungen (mit empfohlener Quittierung) müssen an einer hausinternen Stelle klar verständlich angezeigt werden.
  • Die Übertragungswege müssen überwacht werden.
  • Eine externe Weiterleitung zu einer ständig besetzten, hilfeleistenden Stelle ist nicht zwingend erforderlich, aber optional möglich
  • Für eine dauerhafte Betriebssicherheit der Brandwarnanlage sind EN 54 Komponenten einzusetzen. In der Vornorm wird eine Anlagenkonfiguration mit ausgesuchten DIN EN 54-Komponenten beschrieben.

Ablauf Projektierung

Warum ist eine Projektierung wichtig?

Im Rahmen einer Projektierung werden die individuellen Bedingungen im Objekt, insbesondere seine Eignung für Funk analysiert und die Anforderungen an das Funksystem zusammengetragen.
Denn erst wenn die wesentlichen Faktoren – die Eignung des Gebäudes für Funk, das passende Alarmierungskonzept, die Wünsche des Kunden, die Beachtung geltender Normen und Gesetze – berücksichtigt worden sind, dann sind die Voraussetzungen für den bestmöglichen Schutz von Leben und Sachwerten gegeben.

Auf was ist bei einer Objektbewertung zu achten?

Größe, Bausubstanz und Bauweise bestimmen das Maß an Dämpfung der Funksignale und somit die Qualität der Funkübertragung. Veränderungen im Gebäude (Nutzung, Einrichtung, Anzahl der Personen, die sich im Gebäude aufhalten) sollten als Einflussfaktoren auf die Stabilität der Funkübertragung möglichst berücksichtigt werden.
Eine Messung mit (nicht fest) positionierter Zentrale, Repeatern und einigen Meldern an ausgewählten Standorten bringt Klarheit über die Eignung des Objektes für Funk. Während der Ausmessungen sollten die Bedingungen möglichst konstant (schlecht) gehalten werden.
Die Einflüsse wechselnder Umgebungsbedingungen sollten ebenfalls im Rahmen der Messungen ermittelt werden, z.B. kann es erforderlich sein, bei Gebäuden mit Fahrstühlen die Auswirkungen auf den verschiedenen Haltepositionen zu prüfen.

Ablauf Inbetriebnahme

Einfache oder komplexe Funktopologie - Unterschiede in der Vorgehensweise

Bei einer komplexen Funktopologie (Kaskadierung von Repeatern, z. B. in mehrgeschossigen Gebäuden) folgt nach Montage der Melder und Positionierung (nicht fest) der Funk-Repeater zuerst eine Inbetriebnahme der Repeater. Dabei werden ausschließlich die Repeater zur Zentrale und untereinander vermessen und dadurch die optimalen Standorte der Repeater ermittelt. Stehen diese fest, folgt die Inbetriebnahme der übrigen Systemkomponenten aufbauend auf der zuvor festgelegten Repeatertopologie. 

Bei einfachen Objektbedingungen kann auf eine separate Repeaterinbetriebnahme verzichtet werden. Das bedeutet: In einem Vorgang werden die Signalstärken aller Systemkomponenten zur Zentrale und allen Repeatern gemessen und die Funktopologie aufgebaut. 

In beiden Fällen können einzelne Melder, die bei der Systeminbetriebnahme nicht zugeordnet werden konnten (zu schwache Signalstärke, fehlende Batteriespannung o.ä.), nachträglich in Betrieb genommen werden.

Fünf Möglichkeiten der automatischen Inbetriebnahme – Wann wähle ich welche?

Die Antwort auf diese Frage gibt Ihnen die folgende Übersicht. Grundsätzlich gilt:
Bei Erstinbetriebnahme eines Systems sollte immer eine Inbetriebnahme mit „Aufbau Topologie“, d.h. mit Signalstärkemessung ausgewählt werden. 
Eine Inbetriebnahme „auf vorhandener Topologie“ ohne Signalstärkemessung sollte dann bevorzugt werden, wenn die bisherige Topologie des Funk-Systems fehlerfrei funktionierte (z.B. nach dem Service, bei Übergabe neuer Systemparameter, nach einem Wechsel der Batterien oder eines Melders). 


Abb.: Auswahlmenü Inbetriebnahme in der PC-Software Assistent CC100 PREMIUM

Anlass Inbetriebnahmeart Messung Signalstärke Umfang Inbetriebnahme
       
Erstinbetriebnahme
einer einfachen Topologie
Inbetriebnahme mit „Aufbau Topologie“ + „Repeatertopologie neu aufbauen“ JA Alle
Erstinbetriebnahme
einer komplexen Topologie
1. Inbetriebnahme
„Repeater“
JA Nur Repeater
2. Inbetriebnahme mit „Aufbau Topologie“ + „Repeatertopologie beibehalten“ JA Alle übrigen Komponenten
Folgeinbetriebnahme, bei der die bisherige Topologie des Funk-Systems übernommen werden soll Inbetriebnahme „auf vorhandener Topologie“ NEIN Alle
Inbetriebnahme Einzelkomponente
  • schwache Signalstärke
Inbetriebnahme Einzelkomponente über Kontextmenü Analyser JA Komponente
Inbetriebnahme Einzelkomponente
  • Batteriewechsel
Inbetriebnahme Systemkomponente über Kontextmenü Restart
 
NEIN Komponente




 

Inbetriebnahme fehlgeschlagen - Mögliche Ursachen

Ständig wechselnde Umgebungsbedingungen, fehlende Systemkomponenten (auch bei fehlender Batterie) oder schwache Signalstärken können dazu führen, dass die Inbetriebnahme unvollständig endet. Systemkomponenten z.B. mit zu schwachen Signalstärken werden nicht zugeordnet, können aber nach Behebung der Ursache einzeln in Betrieb genommen werden.  

Mögliche Ursachen und Maßnahmen:

  • Signalstärke der angezeigten Sensoren für einen stabilen Betrieb zu schwach? Ändern Sie die Projektierung, wechseln Sie den Standort und wiederholen Sie die Inbetriebnahme.
     
  • Batterien nicht angeschlossen, minderwertig oder zu geringe Kapazität. Wechseln Sie die  Batterien! Messen Sie im Zweifelsfall die Spannung unter Last! Alle Melder aus dem System CC100 PREMIUM werden mit hochwertigen Batterien betrieben, verwenden Sie bitte nur die vom Hersteller empfohlenen.
     
  • Mehrere Systemkomponenten mit gleicher Adresse? Lösen Sie einen Testalarm bei den angemeldeten Sensoren aus und schließen Sie aus, dass sich weitere Melder mit gleicher Adresse aus früheren Anmeldungen oder Systemen mit gleichem System-Key in Reichweite befinden. Alternativ können Sie einen Melderruf  durchführen, um Melder mit gleicher Adresse ausfindig zu machen. Sollten Sensoren mit gleicher Adresse vorhanden sein, eliminieren Sie diese aus dem System oder vergeben Sie einen neuen System-Key (Achtung: erfordert Generalreset der Systemkomponenten).
     
  • Wechselnde Umgebungsbedingungen
    Versuchen Sie die Umgebungsbedingungen möglichst konstant (schlecht) zu halten, verhindern Sie für die Dauer der Inbetriebnahme Veränderungen in der Lage von Einrichtungsgegenständen, das Einschalten von Elektrogeräten u.a. Störgrößen in unmittelbarer Nähe der Systemkomponenten. Schalten Sie andere Funkanlagen mit gleicher Frequenz aus. Sollten sich Aufzüge im Gebäude befinden, kann es erforderlich sein, die Auswirkungen auf den verschiedenen Haltepositionen zu prüfen.

Quelle: telenot

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